Das Weingut, das sich in Saint-Julien befindet, gehört zu
den ältesten und besten Weinherstellern des Landes, deren
Weine als „vollkommen“ gelten. Das Château
Léoville-las-Cases zählt zu den Topweingütern, die es in
der Weinbauregion Saint-Julien gibt.Der Ursprung des
Weingutes ist im 17. Jahrhundert zu suchen, als die
Rebflächen, die sich nahe dem Fluss Gironde erstreckten,
größtenteils überschwemmt und somit unbenutzbar waren. Für
die Trockenlegung des Anwesens waren keine Franzosen,
sondern Holländer verantwortlich, die riesige Kiesflächen
aufschütteten, auf deren Kuppen die ersten Rebstöcke
gepflanzt wurden. Nachdem die Familie de Moytié das Anwesen
gekauft und mit dem Weinbau begonnen hatte, wurde der
Besitz von dem Präsidenten der Region Bordeaux übernommen,
ehe er das Anwesen seinen beiden Töchtern vermachte. Eine
Tochter heiratete Alexandre de Gasq, welcher der berühmten
Adelsfamilie Léoville angehörte. 1815 kaufte Pierre-Jean de
Las Cases das Weingut, bevor es der Familie Delon
überschrieben wurde. Heute messen die Rebflächen, die mit
Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Merlot und Petit Verdot
bedeckt sind, rund 97 Hektar. Als bestes Produkt gilt der
Grand Vin, jedoch vermag das Weingut auch einen
hervorragenden Zweitwein hervorzubringen. Das nahezu
mediterrane Klima, das durch den Atlantischen Ozean und den
Fluss Gironde abgemildert wird, kommt den 30 Jahre alten
Reben ebenso zugute wie die Böden, die größtenteils aus
Kies bestehen. Das Château Léoville-las-Cases ist ein
Weingut, dessen Rotweine, Landschaft und Architektur
gleichermaßen beeindrucken. Auffallend ist der Weingarten,
der von historischen Mauern und einem Torbogen eingefasst
ist. Vor dem Eingang flankiert ein steinerner Löwe, der das
Etikett der Weine trägt, den Weg.